Medizinische Pilze (auch „Heilpilze“ oder „Vitalpilze“) enthalten viele wirkungsvolle Inhaltsstoffe, die sie zur Geheimwaffe in der Prävention und Behandlung machen. Doch welche Inhaltsstoffe sind das genau? Erhalten Sie hier einen Überblick.

 

Heilpilze und ihre Inhaltsstoffe als Medikamente

Etwa 40 % aller heute auf dem Markt befindlichen Medikamente stammen ursprünglich aus Pilzen. Allein dies zeigt, dass Pilze einen ganzen Fundus aus interessanten Inhaltsstoffen aufweisen. Diese können isoliert und als Medikament verkauft werden, müssen aber nicht. Eine interessante Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag „Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel“.

Die Produkte von Hifas da Terra liegen als Pulver oder hoch konzentrierte Extrakte vor. Aber ein Blick auf bestehende Medikamente auf Pilz-Basis zeigt, dass Pilze teils sehr starke Inhaltsstoffe besitzen.

Beispiele für Medikamente, die aus Pilzen isoliert wurden:

  • Cyclosporine (Immunsuppressiva)
  • Antibiotika wie Penicilline und Tetrazykline
  • Statine wie Lovastatin

Werden Pilze als Pulver oder Extrakte eingenommen, ist nicht von einer so starken Wirkung auszugehen, wie bei isolierten Medikamenten. Die Wirkung von Nahrungsergänzungen ist längerfristig und weniger von Nebenwirkungen geprägt.

Einige Pilze sind besonders reich an Wirkstoffen und werden in den verschiedenen Formen der weltweiten Naturmedizin seit Jahrtausenden angewendet. Eine Auflistung folgt in Kürze.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe in Pilzen können in wenige Klassen unterteilt werden:

 

Heilpilze Inhaltsstoffe – Die wichtigsten Klassen

Es folgt eine kurze Auflistung der wichtigsten Klassen von Pilz-Inhaltsstoffen:

ß-Glukan

ß-1,3-1,6-Glukan ist ein einzigartiger Ballaststoff, der ausschließlich in Pilzen vorkommt. Er ist hinsichtlich Wirksamkeit von den in Getreide vorkommenden ß-1,3-Glukanen abzugrenzen.

ß-Glukan ist das wichtigste Polysaccharid in Pilzen. Wenn Pilz-Extrakte mit dem Polysaccharid-Gehalt geworben wird, ist ß-Glukan der wichtigste Teil. Im Idealfall wird der gesamte Gehalt angegeben. Ein Teil der ß-Glukane ist frei vorliegend, ein weiterer Teil an Glykoproteine („Zuckerprotein“) gebunden.

Jeder Pilz enthält ein einzigartiges ß-Glukan, das einige der Wirkungen des Pilzes ausmacht.

Pilze enthalten auch α-Glukane, welche häufig aufgelistet werden. Tatsächlich verbirgt sich dahinter Stärke, die der Körper als Energiequelle nutzen kann.

ß-Glukane sind wichtige Immunmodulatoren: Über einige Rezeptoren (TLR-2,-4 und -6 sowie Detectin) binden sie direkt an bestimmte Immunzellen wie Makrophagen und bewirken eine Reaktion, durch die das Immunsystem im Allgemeinen gestärkt wird.

 

Glykoproteine

Ein Glykoprotein ist ein Protein mit einem Anteil Zucker oder Polysacchariden. Durch diese Kombination entstehen einzigartige Moleküle mit teils starken Wirkungen. Die Proteine PSK (Polysaccharid Krestin) und PSP (Polysaccharo-Peptid) aus Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor) sind prominente Beispiele.

Lektine werden in Pilzen auch zu den Glykoproteinen zugerechnet.

Glykoproteine sind meist Immunmodulatoren – sie regulieren das Immunsystem. Meist in der Form, dass das Immunsystem allgemein aktiv wird, aber weniger zu chronischen Entzündungen neigt.

 

Vitamine

Einige Heilpilze enthalten nennenswerte Mengen Vitamine, von denen auch der menschliche Körper profitiert. Dazu gehören Vitamin E und eine Formen B-Vitamine.

Pro-Vitamin D ist auch interessant: Diese Vitamin-Vorstufe namens Ergosterol liegt in den meisten Pilzen vor. Durch Sonnenstrahlung werden sie in Vitamin D2 – eine pflanzliche Vitamin D-Form – umgewandelt. Die Wirkung von Vitamin D2 ist der menschlichen Form D3 ähnlich, aber nicht identisch.

Ergosterol und Vitamin D2 aktivieren einige interessante Signalwege im menschlichen Körper, von denen die Gesundheit profitieren kann.

 

Mineralstoffe

Pilze akkumulieren Mineralstoffe aus dem Boden, von denen auch der menschliche Körper profitieren kann. Sofern ein kontrollierter und streng biologischer Anbau für die Heilpilze gewährleistet wird, sind sie eine reichhaltige Quelle für Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor und Magnesium; einige Pilze enthalten aber auch Mineralstoffe und Spurenelemente, die über die Ernährung nur schwer gedeckt werden können:

So enthält der Schopftintling (Coprinus comatus) hohe Mengen des für Diabetiker interessanten Vanadiums und der Reishi-Pilz (Ganoderma lucidum) das seltene Germanium.

 

Triterpene

Triterpene entstehen aus dem gleichen Baustein wie das menschliche Cholesterin. Auch im Pilz sind sie als Strukturgeber und Signalstoff wichtig. Wird der Pilz verzehrt, sind die Triterpene für das Aroma verantwortlich. Sie aktivieren im menschlichen Körper viele biochemische Signalwege, die sie medizinisch interessant machen. Außerdem wirken sie antibakteriell und antiviral. Jeder Pilz enthält dabei einzigartige Triterpene, die erwähnenswert sind.

 

Polyphenole

Auch Polyphenole, wichtige Antioxidantien, sind in Pilzen enthalten. Sie sind wichtig für Darm und Haut und fangen reaktive Teilchen ein, die im Stoffwechsel entstehen und für zelluläre Alterung verantwortlich sind.

 

Inhaltsstoffe in den verschiedenen Pilzen – Eine Übersicht

Im Anschluss erhalten Sie eine Übersicht über Inhaltsstoffe in einzelnen medizinischen Pilzen, die erwähnt werden sollten. Aus Platzgründen können dabei nicht alle Inhaltsstoffe genannt werden, aber viele, die für den jeweiligen Pilz einzigartig sind:

 

Mandelpilz (Agaricus blazei Murill)

  • GABA
  • Lovastatin
  • Coenzym Q10 (Ubiquinol)
  • Agaricoglyzeride (halogenierte Benzoesäureester)
  • Blazein (Sterol)
  • Blazeispirane
Mandelpilz (schematische Abbildung)

Schopftintling (Coprinus comatus)

  • Vanadium
  • Furane
  • Comatin
  • Ergothionein

Beachten: Vor und nach Verzehr dieses Pilzes keinen Alkohol konsumieren oder im Blut haben!

Schopftintling (schematische Abbildung)

 

Raupenpilz (Cordyceps sinensis)

  • Cordycepin
  • Cordycepinsäure
  • Adenosin
  • Galaktomannan
  • Vitamin A, E, K1, B1, B2, B12
  • Campeasterol
  • Sitosterol
  • Daucosterol
Raupenpilz (schematische Abbildung)

Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor)

Einige, aber besonders wichtig sind:

  • PSK (Polysaccharid Krestin)
  • PSP (Polysaccharo-Peptid)
  • Ergosterol-Derivate
  • Hydroxymethyl-Chinolin
  • Telephorsäure
Schmetterlingstramete (schematische Abbildung)

Reishi (Ganoderma lucidum)

  • Germanium
  • Triterpene:
    • Ganoderische Säure A,C1,C2,C6, D, F, G,X,Y
    • Ganolucinsäure A,B,C,E2,L,N,P
    • Lucidumol A-D,
    • Lucidon A,E
    • Ganomycin B, I, J
    • Ganoleuconin M, O
    • Ganoderole
    • Farnesylhyrochinon

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Reishi getrocknet

Maitake (Grifola frondosa)

  • Maitake D-Fraktion (Glykoprotein)
  • Grifolan (ß-Glukan)
  • Ergothionein
  • Vitamin B1, B2, B3, B5
  • Kalium (hoher Anteil)
Maitake (schematische Abbildung)

Löwenmähne/Igelstachelbart (Hericium erinaceus)

  • Lovastatin
  • Ergothionein
  • Orcinolderivate
  • Triterpene:
    • Hericenone C-H
    • Erinacine (A-I, P, Q, R)
    • Hericerin
Löwenmähne (schematische Abbildung)

Shiitake (Lentinula edodes)

  • Lentinan (ß-Glukan)
  • KS-2 (Glykoprotein)
  • Cholin
  • Schwefelverbindungen wie Trithiolan, Tetrathian, Lenthionin, Thioprolin
  • Ergosterin (hohe Mengen)
  • GABA
  • Eritadenin (Nucleosid, Aggregationshemmer)
Shiitake (schematische Abbildung)

Chaga (Inonotus obliquus)

  • Melanin
  • Betulinsäure
  • Lanosterol
  • Trametanolsäure
  • Vitamin B1, B2, B3
  • Inotodiol

 

Eichhase (Polyporus umbellatus)

  • Thiamin (Vitamin B1) Biotin (B7)
  • Ergon
  • α-Hydroxytetracosansäure
  • Polyporusterone (A-G) (Ecdysterone)
  • Acetosyringon
  • Polyporusteron A
Eichhase (schematische Abbildung)

Austernpilz (Pleurotus ostreatus)

  • Lovastatin
  • Calcium
  • Kalium
  • Vitamin C
  • Lektine (Ostreolysin, Pleurotolysin
  • Ibotensäure
  • Tricholomasäure

 

Fazit – Heilpilze Inhaltsstoffe

Heilpilze enthalten einzigartige Inhaltsstoffe, die wissenschaftlich immer besser untersucht werden. Hifas da Terra führt fortwährend chemische Analysen seiner Pilz-Produkte durch und standardisiert die Extrakte so, dass in jeder Kapsel gleiche Mengen Inhaltsstoffe enthalten sind. Durch Stammanalyse werden nur die Pilz-Stämme verwendet, die ein Maximum an Inhaltsstoffen aufweisen.

Jeder Pilz ist dabei einzigartig und enthält ß-Glukane und Triterpene, die seine Anwendung bei bestimmten Zuständen anbieten.

 

Quellen
  • Chemische Analysen der Hifas da Terra-Produkte
  • Jürgen Guthmann: Heilende Pilze – Die wichtigsten Arten der Welt im Porträt

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